Christina Hartl (17) aus Palling (Landkreis Traunstein) will Zimmerin werden, wir begleiten sie während ihres Berufsgrundschuljahres in Traunstein. Vor kurzem hat sie zuhause einen Kratzbaum aus Holz für ihre zwei Katzen gebaut – und dabei ihr Wissen aus dem Berufsgrundschuljahr (BGJ) praktisch angewandt.
Das Berufsgrundschuljahr (BGJ) macht Sinn – davon ist Zimmermeister Benjamin Scherer überzeugt. Er ist Geschäftsführer des Innungsbetriebs „Scherer Zimmerei“ in München. Im Interview erinnert er sich an sein eigenes BGJ und erklärt, welche Vorteile Azubis haben, wenn sie das Vorbereitungsjahr in der Berufsschule absolviert haben.
Maxi Kirr (16) will Zimmerer werden, wir begleiten ihn während seines Berufsgrundschuljahres in Traunstein. Ihm gefällt vor allem der Praxis-Unterricht, mittlerweile sind davon schon erste Ergebnisse zu bewundern.
Kutschen holpern über schlechte Straße, Schafherden grasen auf Weiden und es gibt „keinen oder kaum Handyempfang“, erzählt Zimmermeister und Ausbilder am Überbetrieblichen Ausbildungszentrum (ÜBA) München, Wolfgang Weigl: „Das Leben in Martinsdorf ist wie bei uns vor etwa hundert Jahren.“ Seit zehn Jahren fährt er einmal im Jahr mit rund 20 Zimmerer-Azubis nach Siebenbürgen, um Kirchenburgen zu sanieren.
Er hat den Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks auf Landesebene gewonnen und ist damit Bayerns bester Nachwuchs-Zimmerer! Seine Lehre macht Niklas Grad (20) in der Zimmerei von Simon Rehm in Hilpoltstein. Rehm kennt die Welt der Berufswettbewerbe bestens. Vor fünf Jahren wurde er selbst Zimmerer-Weltmeister.
Gleich zwei seiner Zimmerer-Azubis hat der Betrieb Holzbau B. Winkler GmbH aus Putzbrunn (Zimmerer-Innung München) zu einer Kran- und Staplerschulung geschickt. Dieser fünftägige Kurs fand im Bildungszentrum Altötting statt und wurde von den Zimmerer-Innungen Dachau/Fürstenfeldbruck und München organisiert. Hier erzählt Geschäftsführer Benedikt Winkler, warum er seine Azubis dort angemeldet hat.
Nach einem Monat im Berufsgrundschuljahr-Zimmerer erzählt Maxi Kirr (16) aus Pittenhart: „Bisher gefällt es mir echt gut“, er macht sein BGJ an der Berufsschule Traunstein: „Der Unterricht ist ganz anders als früher an der Mittelschule. Man hat viel mehr Praxis und alles ist auf den späteren Beruf als Zimmerer ausgerichtet.“
Die jährliche Abfrage bei unseren Bayerischen Prüfungsausschüssen zu den Ergebnissen der Gesellenprüfungen im Sommer 2020 hat ein durchaus erfreuliches Resultat erbracht: Die diesjährige Durchschnittsnote von 3,05 im Theorieteil ist das bisher beste Ergebnis seit Beginn der Abfrage im Jahr 2004.
Wer in einem großen Industrieunternehmen arbeitet, verdient auf den ersten Blick nicht schlecht. Doch wer genauer hinschaut, kann bei einem Industrie-Job auch schnell ins Grübeln kommen. Hier haben wir zehn Gründe zusammengefasst, warum es sich lohnt dauerhaft im Zimmererhandwerk zu bleiben.
Eine Frau auf der Baustelle – anfangs erntete Nicole Köppel schon ein paar erstaunte Blicke. Vor rund vier Jahren hat sie ihre Zimmerer-Ausbildung im elterlichen Betrieb in Döhlau begonnen, mittlerweile studiert sie Bauingenieurswesen an der Hochschule Coburg. Sie sagt: „Man muss nicht unbedingt ein Kerl sein, um im Zimmererhandwerk zu arbeiten – das können wir Frauen genauso!“